Wie ist der Zweibruch Kreuzfalz aufgebaut und wofuer eignet er sich?
Beim Zweibruch Kreuzfalz wird das Blatt zweimal gefalzt – einmal laengs und einmal quer. Dadurch entstehen acht Flaechen, die wie kleine Seiten funktionieren. Das ist ideal, wenn du Inhalte in Kapitel gliedern willst: Titel und Teaser aussen, Details innen, Kontakt oder Impressum auf der Rueckseite. Besonders bewaehrt hat sich die Falzart fuer Programme, Speisekarten, Infoguide, Stadtplaene und Produktuebersichten, weil die Reihenfolge intuitiv wirkt und das Endformat handlich bleibt.
Wie plane ich die Seitenreihenfolge, damit nach dem Falzen alles stimmt?
Plane zuerst das Endformat und skizziere dann eine einfache Falz-Dummy-Version aus Papier. Markiere jede Flaeche mit 1 bis 8 und notiere, was dort stehen soll. Wichtig ist, dass Cover und Rueckseite auf den richtigen Aussenflaechen liegen und dass Innenseiten zusammenhaengende Inhalte tragen. Achte darauf, dass wichtige Elemente nicht genau auf der Falzlinie enden. Mit einem Dummy erkennst du sofort, ob Ueberschriften, Karten oder Tabellen an der richtigen Stelle liegen und ob die Leseroute logisch bleibt.
Welche Dateivorgaben sind fuer den Druck besonders wichtig?
Lege deine Druckdatei am besten als PDF an, in CMYK und mit ausreichender Aufloesung (typisch 300 dpi fuer Bilder). Plane einen Anschnitt, damit am Rand keine weissen Blitzer entstehen, und halte einen Sicherheitsabstand nach innen ein, damit Text und Logos nicht zu nah an Schnitt oder Falz stehen. Schriften sollten eingebettet oder in Pfade umgewandelt sein, damit nichts ersetzt wird. Schwarze Flaechen oder feine Linien solltest du so anlegen, dass sie sauber reproduzierbar bleiben und nicht ausfransen.
Was ist der Unterschied zwischen Beschnitt, Sicherheitsabstand und Falzbereich?
Beschnitt (Anschnitt) ist der zusaetzliche Rand ausserhalb des Endformats, der nach dem Druck weggeschnitten wird. So koennen Hintergruende oder Bilder bis zum Rand laufen. Der Sicherheitsabstand ist der Innenabstand, in dem keine wichtigen Inhalte liegen sollten, damit Schnitt- und Falztoleranzen nicht stoeren. Der Falzbereich selbst benoetigt ebenfalls Luft: Setze Text nicht direkt auf die Falzlinie und vermeide, dass wichtige Details genau dort liegen. So bleibt alles gut lesbar und wirkt professionell.
Wie gehe ich mit Bildern, feinen Schriften und Farben um, damit nichts leidet?
Nutze Bilder in ausreichend hoher Qualitaet und vermeide stark komprimierte Webgrafiken. Feine Schriften sollten nicht zu klein sein, besonders bei hellen Schnitten oder auf farbigen Hintergruenden. Bei grossen, dunklen Flaechen ist ein sauber angelegtes Schwarz wichtig, damit keine Farbstiche entstehen. Lege Vollflaechen und Verlaeufe so an, dass sie nicht von Falzlinien unguenstig unterbrochen werden. Wenn du QR-Codes einsetzt, halte um den Code genug Ruhezone und pruefe die Lesbarkeit im Ausdruck – das sorgt fuer zuverlaessige Scans.
Welche Hinweise aus Sticker-Druckdaten helfen auch bei Faltblaettern?
Viele Regeln aus der Sticker-Dateierstellung sind auch hier nuetzlich: Arbeite mit klaren Ebenen, vermeide Transparenzfehler durch sauberes PDF-Exportieren und setze ausreichend Anschnitt. Achte darauf, dass Linien nicht zu duenn sind und dass wichtige Inhalte einen Sicherheitsabstand haben. Auch bei Faltblaettern gilt: Farben in CMYK anlegen, Bilder mit passender Aufloesung platzieren und Schriften korrekt einbetten. Wenn du Sonderfarben oder Weissdruck planen wuerdest, muessten die entsprechenden Bereiche eindeutig als separate Flaechen definiert sein – klar getrennt und nachvollziehbar.
Wie kann ich typische Fehler vermeiden, die erst nach dem Druck auffallen?
Die haeufigsten Probleme entstehen durch fehlenden Anschnitt, zu wenig Sicherheitsabstand oder eine falsche Seitenlogik. Erstelle deshalb immer einen Papier-Dummy, kontrolliere die Reihenfolge und drucke einen Probedruck im Massstab 1:1 aus. Pruefe dabei besonders Falzlinien, kleine Schriftgroessen, QR-Codes und Randbereiche. Kontrolliere ausserdem, ob alle Bilder wirklich in guter Aufloesung vorliegen und ob dein PDF keine fehlenden Schriften hat. Ein letzter Blick auf Kontrast und Lesbarkeit spart oft teure Korrekturen und sorgt fuer ein stimmiges Ergebnis.