Welche Veredelungen eignen sich am besten fuer mein Motiv
Das haengt von Ziel und Gestaltung ab: Fuer ein dezentes Premium-Finish ist Spotlack ideal, um einzelne Elemente wie Logo, Headline oder Muster hervorzuheben. Fuer eine aufmerksamkeitsstarke Inszenierung eignen sich Folienakzente, die bei Lichtwechseln auffallen. Wenn Ihr Layout sehr detailreich ist, empfiehlt sich eine Veredelung auf groesseren, klaren Flaechen statt auf feinen Linien. So bleibt die Wirkung sauber, und die Veredelung „frisst“ keine Details.
Wie lege ich die Daten fuer Veredelungsbereiche korrekt an
Veredelungsflaechen sollten als eigene Ebene bzw. Sonderfarbe angelegt werden, eindeutig benannt und als reine Volltonflaeche definiert. Nutzen Sie moeglichst Vektoren statt Pixelgrafiken, damit Kanten praezise bleiben. Legen Sie Veredelung nicht auf Haarlinien oder winzige Schriften, sondern geben Sie ausreichende Mindestgroessen und Abstaende. Wichtig: Veredelungselemente sollten nicht aus Versehen mit Transparenzen oder weichen Schatten gebaut sein, da das zu unklaren Kanten fuehren kann.
Welche Aufloesung und welches Farbprofil sind empfehlenswert
Fuer gestochen scharfe Ergebnisse sollten Bilddaten in der Regel mindestens 300 dpi im Endformat haben. Arbeiten Sie im Druckprozess bevorzugt in CMYK, damit Farben planbar reproduziert werden. Sonderfarben fuer Veredelungen werden getrennt behandelt und sollten nicht in CMYK umgerechnet werden. Wenn Sie unsicher sind, vermeiden Sie knallige RGB-Neonfarben und setzen Sie lieber auf drucktypische Farbraeume. So reduzieren Sie Farbabweichungen und erhalten ein konsistentes Erscheinungsbild.
Was muss ich bei Beschnitt und Sicherheitsabstand beachten
Planen Sie rundum einen Beschnitt ein, damit nach dem Schneiden keine weissen Blitzer entstehen. Hintergruende und Bilder sollten bis in den Beschnitt laufen, wichtige Inhalte dagegen mit Sicherheitsabstand zur Schnittkante platziert werden. Das gilt besonders fuer kleine Texte, QR-Codes und feine Linien. Veredelungsflaechen sollten ebenfalls nicht zu dicht an den Rand gesetzt werden, damit Schneidtoleranzen nicht sichtbar werden und der Effekt sauber im Motiv sitzt.
Wie gehe ich mit Schriften, Linien und kleinen Details um
Betten Sie Schriften ein oder wandeln Sie sie in Pfade um, um Fehlersetzungen zu vermeiden. Vermeiden Sie extrem duenne Linien, denn sie koennen im Druck oder bei Veredelungen ungleichmaessig wirken. Kleine Negativschriften auf dunklem Grund sollten ausreichend gross sein, damit sie nicht „zulaufen“. Wenn Sie Veredelung auf Text planen, nutzen Sie lieber groessere Schriftgrade und klare Sans-Serif-Fonts. So bleibt die Lesbarkeit erhalten und der Effekt wirkt hochwertig statt unruhig.
Welche Dateiformate sind am sichersten fuer den Druck
Am bewaehrtesten ist ein druckfertiges PDF mit eingebetteten Bildern und Schriften, idealerweise nach einem PDF/X-Standard. Achten Sie darauf, dass Transparenzen korrekt reduziert sind und dass Sonderfarben fuer Veredelungen erhalten bleiben. Vermeiden Sie Office-Dateien als Endformat, da Umbrueche und Schriften variieren koennen. Wenn Sie mehrere Varianten liefern (z. B. mit und ohne Veredelung), benennen Sie Dateien eindeutig, damit die Produktion sofort erkennt, welche Version zu welchem Effekt gehoert.
Welche typischen Fehler sollte ich unbedingt vermeiden
Haeufige Probleme sind fehlender Beschnitt, zu niedrige Aufloesung, RGB-Farben oder unklare Veredelungszonen. Ebenfalls kritisch: Schwarze Flaechen, die nicht sauber definiert sind (z. B. uneinheitliche Mischungen) oder feine Veredelungen auf zu kleinteiligen Mustern. Vermeiden Sie ausserdem, Veredelung und Lackeffekte per Bildsimulation zu „faken“ statt sie als klare Sonderfarbe anzulegen. Wenn Sie sich an saubere Ebenen, ausreichende Mindestgroessen und klare Benennung halten, wird die Produktion deutlich sicherer.
Kann ich die gleichen Druckdaten auch fuer Aufkleber oder Sticker nutzen
Grundsaetzlich koennen Layoutprinzipien uebernommen werden, aber fuer Sticker gelten oft strengere Vorgaben: saubere Konturen, klare Schnittpfade und ausreichend Abstand zwischen Motiv und Schnittlinie. Nutzen Sie fuer Konturen bevorzugt Vektorpfade, definieren Sie Vollflaechen ohne Rasterartefakte und achten Sie besonders auf Beschnitt und Sicherheitszone. Wenn spezielle Effekte (z. B. Weissdruck oder Sonderfarben) gebraucht werden, muessen diese als eigene, eindeutig benannte Farben angelegt sein. So bleibt auch bei konturgecutteten Formen alles praezise.